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21.03.2025 Die EU-Forschungsminister haben sich am 11. März in der Warschauer Erklärung für ein eigenständiges Rahmenprogramm FP10 ausgesprochen, das nicht in einen übergreifenden Wettbewerbsfonds integriert werden soll. Sie fordern die Europäische Kommission auf, einen entsprechenden Vorschlag auszuarbeiten, um Europas Wettbewerbsfähigkeit und technologische Unabhängigkeit zu stärken. Auch das EU-Parlament hat am 11. März mit großer Mehrheit für ein eigenständiges FP10 gestimmt, was einen Konflikt mit der Kommission verschärfen könnte. Dennoch sind die Chancen gering, dass die Kommission ein unabhängiges FP10 vorschlagen wird, da die Kommission eine Einbindung in den Wettbewerbsfonds bevorzugt. Kritiker befürchten, dass dies die bewährte Forschungsfinanzierung gefährden könnte. Die deutschen Hochschulen haben die Möglichkeit, durch die Unterstützung eines offenen Briefes an die Präsidentinnen und Präsidenten der EU-Institutionen ein eigenständiges FP10 zu unterstützen.
21.03.2025 Internationale Studierende leisten einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung Deutschlands. Sie stärken langfristig die öffentlichen Haushalte in Deutschland, da sie mehr Steuern und Abgaben zahlen, als sie staatliche Leistungen beziehen. So lauten zentrale Befunde einer Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) im Auftrag des DAAD. Den Berechnungen zufolge rentieren sich Investitionen in internationale Studierende für Deutschland bereits nach wenigen Jahren: Blieben 40 Prozent eines Jahrgangs nach dem Studium im Land, deckten ihre Steuern und Abgaben bereits drei Jahre nach Studienende die hochschulischen Ausbildungskosten. Bei stabiler Bleibequote bringe jeder Jahrgang internationaler Studierender von Neuem 15,5 Milliarden Euro mehr für die öffentlichen Haushalte ein, als der Staat an Ausgaben über ihr Leben hinweg aufwenden müsse. Selbst bei einer Bleibequote von nur 30 Prozent würden die Einnahmen langfristig die Ausgaben um 7,4 Milliarden Euro übersteigen. Sollten 50 Prozent eines Jahrgangs langfristig in Deutschland bleiben, beliefe sich der Überschuss sogar auf 26 Milliarden Euro (mehr).
14.03.2025 Der Status quo mit Blick auf die Implementierung von Strukturen und Prozessen der Forschungssicherheit an Hochschulen sowie allgemein die Entwicklung in der Internationalisierung der Hochschulen, insbesondere bei der Rekrutierung von internationalen Studierenden, standen im Zentrum eines Präsenztreffens im Rahmen des „strategic dialogue“ zwischen der HRK und ihren Schwesterorganisationen in Australien, Großbritannien, Kanada, Neuseeland und den Vereinigten Staaten. Der Austausch zeigte, dass auch die Herausforderungen mit Blick auf die Bekämpfung des Antisemitismus an den Hochschulen in den jeweiligen Hochschulsektoren durchaus vergleichbar sind. Auf Einladung von Universities Australia tagte die Gruppe in der australischen Hauptstadt Canberra. Die dabei geführten bilateralen Gespräche mit verschiedenen australischen Partnern sowie auch mit der Deutschen Botschaft Canberra lieferten wichtige Impulse für die weitere HRK-Arbeit (mehr).
14.03.2025 Der zunehmende Einfluss antipluralistischer Parteien geht oft mit einer geringeren Wissenschaftsfreiheit im jeweiligen Land einher. Dies ist eines der Ergebnisse des gestern veröffentlichten Academic Freedom Index (AFI). Forschende der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg veröffentlichen den Index jährlich in Zusammenarbeit mit dem V-Dem-Institut an der Universität Göteborg. Dem Bericht zufolge weisen acht der analysierten 179 Länder deutlich höhere Werte in Bezug auf Wissenschaftsfreiheit auf als vor zehn Jahren, während die Werte in 34 Ländern oder Territorien gesunken sind. Zu den Ländern mit signifikantem Rückgang der Wissenschaftsfreiheit gehören auch Demokratien wie etwa Argentinien, Finnland, Griechenland, Israel, Portugal und die Vereinigten Staaten. Einem weiteren Befund des AFI zufolge ist die Wissenschaftsfreiheit in den Ländern gefährdet, in denen antipluralistische Parteien Teil der Regierung werden oder sind (mehr).
07.03.2025 Bei einer Delegationsreise nach Israel Anfang März setzten die Helmholtz-Gemeinschaft, das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und die HRK ein klares Zeichen für interkulturellen Dialog sowie für verstärkte Zusammenarbeit in Forschung, Lehre und Entrepreneurship mit den israelischen Partnern. In einer Zeit, in der die Rufe nach einem Boykott der israelischen Wissenschaft und ihrer Wissenschaftler:innen lauter werden, kommen den deutsch-israelischen Beziehungen in Wissenschaft und Forschung und dem Ausbau gemeinsamer Projekte eine zentrale Rolle zu. Im Mittelpunkt der Reise standen daher die Unterzeichnung von Vereinbarungen zu Austauschprogrammen zwischen dem KIT, der Tel Aviv University, der University of Haifa sowie mit Hasoub, dem ersten arabischen Innovationszentrum in Israel. Zudem fanden Gespräche mit renommierten Institutionen wie dem Weizmann-Institut, der Israel Science Foundation, der Israel Innovation Authority und dem Tel Aviv Academic College statt (mehr).
14.02.2025 Am 13. November findet in London eine Jubiläumsveranstaltung des Magna Charta Observatory (MCO) statt. Im Rahmen der Veranstaltung bietet sich die Gelegenheit zur Unterzeichnung der Charta. An einer Zeichnung interessierte Hochschulen, sollten möglichst vor Ende April 2025 einen entsprechenden Antrag im MCO-Sekretariat einreichen. Weitere Informationen zum Prozess finden sich auf der MCO-Webseite. Die ursprüngliche Magna Charta Universitatum – ein Bekenntnis zu den Grundprinzipien hochschulischen Handelns, insbesondere zu akademischer Freiheit und Hochschulautonomie – wurde erstmals 1988 anlässlich des 900. Jahrestags der Gründung der Universität Bologna von 388 Universitäten aus aller Welt unterzeichnet. Mittlerweile sind fast eintausend Hochschulen aus 94 Ländern der Magna Charta Universitatum beigetreten. Eine Neufassung der Charta wurde 2020 verabschiedet.
24.1.2025 Vertreter:innen der Präsidien und einiger Mitgliedshochschulen des ukrainischen Rektorenverbandes und der HRK diskutierten in der zurückliegenden Woche in einer Onlinekonferenz die Herausforderungen, mit denen die ukrainischen Hochschulen gegenwärtig konfrontiert sind. Es war das erste Treffen in diesem Format seit dem russischen Überfall auf die Ukraine im Februar 2022 und fand in einer offenen und vertrauensvollen Atmosphäre statt. Der Austausch soll fortgesetzt und thematisch fokussiert werden. Vertiefte Beratungen sollen unter anderem der Beteiligung von Rektorenkonferenzen an Reformprozessen und der Hochschulautonomie gewidmet werden. Bei dem Gespräch wurde auch das große Engagement der deutschen Hochschulen in ihren Beziehungen zu ukrainischen Partnern positiv gewürdigt.
20.12.2024 Arbeitgeber, Hochschulen, Politik sind gefragt, ihre Anstrengungen für den erfolgreichen Übergang internationaler Studierender in den Arbeitsmarkt und die Integration in die Gesellschaft zu intensivieren. So lautet die zentrale Forderung in einem neuen Positionspapier des Arbeitskreises Hochschule / Wirtschaft der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) und der HRK. Mit rund 370.000 internationalen Studierenden ist Deutschland eines der attraktivsten Zielländer weltweit. Um die Bleibequote zu erhöhen und die Aufnahme einer langfristigen Beschäftigung in Deutschland zu erleichtern, empfehlen die Expert:innen aus Hochschule und Wirtschaft, die Lebens-, Studien- und Arbeitsbedingungen für internationale Studierende zielgerichtet zu verbessern. Unter anderem müssen Visa-Verfahren beschleunigt, die Mehrsprachigkeit in Studienangeboten gestärkt sowie Betreuungs- und Beratungsangebote verbessert werden. „Um junge Menschen für ein Studium in Deutschland zu gewinnen und anschließend auch zu halten, brauchen wir in Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft eine Kultur der Offenheit und Wertschätzung“, so Ulrich Bartosch, HRK-Vizepräsident und Co- Vorsitzender des Arbeitskreises. „Zudem müssen wir den Studienerfolg internationaler Studierender und den leichten Übergang in den Arbeitsmarkt sicherstellen, sie aktiv in unsere Gesellschaft einbinden.“ (mehr)
20.12.2024 Bei einem deutsch-israelischen Symposium in Berlin hat die Allianz der Wissenschaftsorganisationen ihre Unterstützung der israelischen Wissenschaft unterstrichen. Im Rahmen der Tagung präsentierten und diskutierten Wissenschaftler:innen aus Israel und Deutschland zu einem breiten Spektrum an Themen von Quantum Computing über Deep Learning, Medikamentenforschung bis zum Einsatz von KI in Medizin und Landwirtschaft. Im „President’s Panel“ diskutierten die Spitzen der Allianzorganisationen, darunter auch HRK-Präsident Walter Rosenthal, mit den israelischen Gästen auch über die Lage der israelischen Wissenschaft seit dem Überfall der Hamas auf Israel 2023 und der militärischen Auseinandersetzungen im Gaza-Streifen. Im Juni hatte sich die Allianz in einem Statement klar gegen Forderungen nach einem Boykott israelischer Forschender und israelischer Wissenschaftseinrichtungen positioniert. Die HRK hatte dies in ihrer Mitgliederversammlung im November bekräftigt. In einer Podiumsdiskussion mit dem Vorsitzenden der israelischen Vereinigung der Universitätsleitungen (VERA), Arie Zaban, und den Präsidenten einiger Allianzorganisationen, sprach sich HRK-Präsident Rosenthal für gemeinsame Studienprogramme aus, um den Austausch von Studierenden zu fördern. Die Allianz-Spitzen erklärten sich weiterhin für Israel als bedeutender Partner des europäischen Forschungsraums einsetzen und die deutsch-israelischen Wissenschaftsbeziehungen stärken und ausbauen zu wollen (mehr).
20.12.2024 Ende vergangener Woche kam HRK-Präsident Walter Rosenthal mit der Präsidentin der spanischen Rektorenkonferenz (CRUE), Eva Alcón, in Madrid zu einem Arbeitstreffen zusammen. Die deutschen und spanischen Hochschulen verbindet ein intensiver Austausch und die Hochschulsysteme stehen vor ähnlichen strukturellen und politischen Herausforderungen und Fragestellungen. Themen des Austauschs waren unter anderem die internationale Hochschulzusammenarbeit vor dem Hintergrund geopolitischer Krisen und Kriege und der Umgang mit Künstlicher Intelligenz in Forschung, Lehre und Administration.
13.12.2024 Mit dem Jahresende 2024 endet auch „HRK ADVANCE – Governance und Prozesse der Internationalisierung optimieren“. Seit 2021 widmete sich das BMBF-geförderte Projekt in Veranstaltungen und Publikationen der Förderung von Mehrsprachigkeit in Studiengängen, der Unterstützung und Optimierung von virtueller Mobilität für internationale Studierende, der Entwicklung effektiver Strategien zur Gewinnung und Berufung internationaler Lehrender, der Förderung der Lehrendenmobilität in internationalen Kooperationen sowie der Einführung von Risikomanagementansätzen für internationale Kooperationsverträge. Die während der Projektlaufzeit entstandenen praxisnahen Handreichungen bieten Hochschulen Hinweise zu strategischen und operativen Fragen der Internationalisierung. Alle Projektergebnisse – wie etwa eine Sammlung von Praxisbeispielen aus den Hochschulen oder auch eine themenspezifische Auswertung der Landeshochschulgesetze – stehen langfristig über die Projektwebseite zur Verfügung und stellen somit eine nachhaltige Ressource für die weitere Internationalisierungsarbeit an deutschen Hochschulen dar.
13.12.2024 „Sustainability Management in Universities: Challenges and Opportunities“ – unter diesem Titel diskutierten Anfang Dezember mehr als 100 Hochschulvertreter:innen aus Afrika, Lateinamerika und Südostasien über die spezifischen Chancen und Herausforderungen, die mit Nachhaltigkeit als übergeordnetem, für die Universitäten auch strategisch besonders relevantem Thema verbunden sind. Dabei wurden die herausgehobene Rolle und Verantwortung, die Hochschulen dabei zukommt, thematisiert. Gleichzeitig bestand Einigkeit darüber, dass Nachhaltigkeit nicht nur in allen Handlungsbereichen der Hochschulen verankert werden müsse. Für den Erfolg sei zugleich entscheidend, auf langfristig angelegte Strategien und eine entsprechende institutionelle Verankerung zu setzen. Zu dem Webseminar hatte die HRK gemeinsam mit dem DAAD im Rahmen des gemeinsamen DIES-Programms eingeladen.
30.11.2024 Anlässlich der Jahreskonferenz der International Association of Universities hielt sich eine Delegation der HRK unter Leitung von HRK-Präsident Walter Rosenthal in der vergangenen Woche in Tokio auf. Im Rahmen der Konferenz tauschte sich die Delegation, der auch HRK-Vizepräsidentin Angela Ittel und HRK-Vizepräsident Jörg Bagdahn angehörten, mit Kolleginnen und Kollegen aus allen Weltregionen aus. Für viele der anwesenden Hochschulvertreter:innen waren dabei der Einfluss populistischer und extremistischer gesellschaftlicher Strömungen auf die Hochschulen und damit verbundene Einschränkungen der Wissenschaftsfreiheit das zentrale Thema. In Tokio führte die HRK-Delegation zudem zahlreiche Gespräche mit Universitäten, Förderorganisationen sowie Ministerien. Themen dieses Austauschs waren unter anderem der Umgang der Hochschulen mit dem demographischen Wandel, die Förderung von Exzellenz in der Forschung und Forschungssicherheit sowie der weitere Ausbau der Wissenschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und Japan. Anknüpfend an die Gespräche wird die HRK den hochschulpolitischen Dialog mit ihrer Partnerorganisation in Japan, der Japan Association of National Universities (JANU), im kommenden Jahr weiter vertiefen.